Versicherungsfälle und Tipps dazu

Eine Kundin hatte für ihren Sohn ein Handy gekauft. Eines Tages an einem sehr heißen Tag waren die Mutter und ihr Sohn in einem Freizeitsee baden. In einem Rucksack wurden die Badesachen transportiert, wo auch das Handy eingepackt war. Bevor sie ins Wasser gingen, schaute ihr Sohn noch auf dem Handy und schrieb Whatsapp Nachrichten, verpackte er dann wieder im Rucksack, und dann gingen beiden für ca. 15 Minuten in den Badesee um sich abzukühlen. Als sie wieder aus dem Wasser kamen, wollte der Sohn wieder um das Handy greifen, er konnte es aber leider nicht mehr finden. In der Zeit in der beide im Wasser baden waren, wurde ihm das Handy aus dem Rucksack gestohlen, und niemanden viel es komischerweise auf. Nachdem dann eine Diebstahlsanzeige bi der Polizei gemacht wurde und die Anzeigebestätigung sowie eine Beschreibung des Schadenherganges an die Versicherung geschickt wurde, kam prompt nach wenigen Tagen ein Ablehnungsschreiben der Versicherung. Der Grund dieser Ablehnung war, dass es Fahrlässig war, das Handy unbeaufsichtigt zu lassen!! Nun ja, sein Handy beim schwimmen mit ins Wasser nehmen, wäre da wohl die beste Lösung gewesen, somit kann es nicht fahrlässig unbeaufsichtigt sein.  Der Fall wurde danach bei der Rechtsschutzversicherung gemeldet und einem Anwalt übergeben, auf ein Ergebnis wird noch gewartet - Mein Tipp also, entweder das Handy zu Hause lassen oder wenn möglich in der Zeit des Schwimmens jemanden fragen, ob in der Zwischenzeit darauf aufgepasst werden kann.


Ehepaar alles bei einer Versicherung versichert!

Frau XXX fährt früh morgens um 6h zur Arbeit nach den Weihnachtsfeiertagen. Da ihr Mann täglich von 6h bis 14h arbeitet, ist Frau XXX gewohnt, dass ihr Mann um diese Zeit ja nicht mehr zu Hause ist, und sie ohne viel zu achten aus der Garage fahren kann. Beim raus fahren aus der Garage ist es dann aber passiert, Frau XXX fährt mit dem Heck ihres Autos in beide Seitentüren des Autos ihres Mannes, da sie irgendwie nicht daran dachte, dass ihr Mann zu Hause Weihnachtsurlaub hat, und somit sein Auto seitlich der Garageneinfahrt steht.

 

Da Frau XXX und ihr Mann beide die Fahrzeuge bei der selben Versicherung haben, wäre es fast zu einem Problem zwecks der Deckung gekommen. Die Versicherung lehnte erstmal die Deckung des Schadens ab, mit der Begründung, da beide versicherten in einem gemeinsamen Haushalt wohnen. Erst nach einem längerem Telefonat mit einem Vorgesetzten der namhaften Versicherung kam es dann doch noch zu einer Deckungszusage, danach mit der Begründung, dass jeweils getrennte Prämienzahler bei beiden KFZ-Versicherungen sind!!


Faltboot ausgeliehen und beschädigt!

Für einen Campingurlaub hat sich Herr XXX ein Faltboot von seinem Freund ausgeliehen, mit welchem er dann nach Kroatien fahren wollten. Im Urlaubsort angekommen, wollte Herr XXX am Kopf tragend über einige kleinere Strandfelsen das Faltboot ins Wasser lassen. Dabei stolperte Herr XXX sehr unglücklich und dass er das Boot fallen gelassen hatte und darauf fiel. Dabei wurde leider die Hülle des Faltbootes sowie ein Spant (Holzstrebe) durch die etwas spitzen Felsen und das darauf fallen beschädigt.

 

Dieser klassische Versicherungsfall mit ausgeliehenen Sachen kommt leider sehr oft vor und wurde von der Versicherung auch abgelehnt mit folgender Begründung: Bedingungsgemäß sind Schäden an Sachen, die der Versicherungsnehmer oder die für ihn handelnden Personen entliehen, gemietet, gepachtet oder in Verwahrung genommen haben (sei es auch im Zuge der Verwahrung als Nebenverpflichtung oder im Rahmen von bloßen Gefälligkeitsverhältnissen), nicht vom Versicherungsschutz umfasst.


Steine auf Autos geworfen!

Ganz verzweifelt rief mich Frau XY vor wenigen Tagen an, und erzählte mir was ihr Sohn (11 Jahre) angestellt hatte. Ihr Kind und ein gleichaltriger sehr guter Freund fuhren mit dem Fahrrad in den Ort zu einem Autohaus. Auf der hinteren Seite des Autohauses stehen einige Altautos herum, teilweise noch für den Gebrauchtwagenverkauf, teils für gebrauchte Autoteile, wenn Ersatzteile benötigt werden. Die Kinder dachten sich bei den alten Autos, diese sehen nicht mehr toll aus, sind staubig und teilweise rostig, und die werden sicherlich nicht mehr verwendet, und da nehmen wir eine Hand voll Steine und werfen mal auf die Autos, mal sehen was da passiert. Nun ja, da diese Steine beim Aufprall doch etwas Lärm machten, wurde eine Nachbarin dieses Autohauses darauf aufmerksam, und hat dann die Polizei gerufen.

 

Jedoch bis die Polizei eingetroffen war, waren die beiden Jungs bereits wieder auf dem Heimweg. 2 Tage darauf fuhren beide Kinder nach der Schule wieder hin zu diesem Autohaus, und es flogen wieder einige Steine auf Autos, dieses mal waren es jedoch andere Gebrauchtautos die dort im Hinterhof herum gestanden hatten. Da diese Nachbarin des Autohauses die beiden Jungs bereits beim hinfahren erkannte, hatte sie gleich wieder bei der Polizei angerufen, bevor die beiden noch mit dem Steine werfen begonnen hatten. Dieses mal war jedoch die Polizei schneller und die Jungs langsamer, und es kam zum Aufeinandertreffen. Die beiden mussten auf die Polizeistation mit und die Eltern wurden in der Zwischenzeit auch verständigt.

 

Nachdem die Beschuldigtenvernehmung abgeschlossen war, wurde die Meldung an die Versicherung gemacht. Frau XY hat eine Rechtsschutzversicherung und eine Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht. Da die Jungs vorsätzlich mit den Steinen auf die Autos geworfen hatten, lehnte die Rechtsschutzversicherung jedoch relativ schnell ab, da im bestehenden Vertrag leider Vorsatzdelikte nicht mitversichert war. Eine Deckung in der Haftpflichtversicherung hatte wird noch geprüft, da einerseits das Vergehen vorsätzlich war, andererseits die Mutter die Aufsichtspflicht verletzt hatte, und somit sie Mitschuld hatte, somit würde die Versicherung die Kosten des entstandenen Schadens übernehmen.

 

Meine Empfehlung für die Rechtsschutzversicherung, die Deckungserweiterung "Vorsatzdelikte" hätte pro Monat max. 2.- Euro Mehrprämie gekostet, und sie sehen anhand des Eintrages, wie schnell es passieren kann, einen kurzen Augenblick lässt man seine Kinder aus den Augen, und schon könnte etwas unvorhergesehenes passieren, was dann hinterher sehr teuer werden könnte. Nehmen sie Kontakt auf mit Ihrem Versicherungsbetreuer und sprechen die Verträge durch um eventuell Anpassungen zu machen!

 

Wie diese Geschichte ausgeht werde ich auf jeden Fall noch berichten ....


50% Mitschuld des Vaters

Kunde XY reichte bei der Versicherung eine Schadensmeldung ein. Ihr 5 jähriger Sohn hat bei Besuch seines Vaters das Notebook beschädigt....

Der Vater, der nicht mehr bei der Familie wohnt, war mit seiner neuen Freundin und mit seinem Sohn in Kroatien am Meer eine Woche Urlaub machen. Ca. 2 Wochen danach kam der Vater auf Besuch in die Wohnung seiner Ex-Frau. Der Vater wollte seinem Sohn die vielen tollen Urlaubsfotos zeigen, und dafür verwendete er sein Notebook, das er zum Besuch mitgenommen hat.

Da der Akku des Notebooks leider ziemlich leer war, wurde das Ladekabel an das Stromnetz angeschlossen. Der Vater lies die vielen Fotos als Diashow ablaufen, und sein Sohn schaute sehr begeistert die tollen Bilder an, und erzählte ganz aufgeregt zu den meisten Bildern eine kleine Geschichte, und alle waren sehr lustig drauf.

Nach einer Weile stand der kleine junge Mann auf und wollte sich ein Getränk aus dem Kühlschrank holen. Nicht an das Ladekabel denkend ging er zum Kühlschrank, und stolperte über das Ladekabel. Da er mit seinem Fuß beim Kabel hängen geblieben war, zog er  das Notebook über das angesteckte Ladekabel vom Tisch und es viel mit einer Wucht auf dem Fußboden auf. Das Gehäuse des Monitors zerbrach dabei so stark, das ein weiter betreiben des Notebooks nicht mehr möglich war.

 

Leider war die tolle Laune aller Beteiligten dann schnell mal zu Ende, und der Schaden wurde bei der Versicherung gemeldet. Nach Prüfung wurde der Schaden zu 50% (Haftpflichtschaden) bewilligt, da das Kind nicht mit einem Kabel rechnen muß, und dem Vater durch den Anschluss des Ladekabels 50% Mitschuld zugesprochen wurde.

 

Meine Empfehlung: Akku vorher aufladen oder wenn ein Kabel verwendet werden muss (vor allem wenn Kinder mit dabei sind), den Tisch wenn möglich ganz an die Wand schieben wo das Ladekabel angeschlossen ist, dann kann da auch niemand vorbei gehen und bei einem Kabel hängen bleiben ...


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